Erinnern oder Hoffen

20. Januar 2013

Erinnern oder Hoffen

 

Kannst Du Dich erinnern an den letzten großen Schmerz

oder das letzte große Glück?

Spürst Du Deine Hoffnung auf die nächste Vermeidung von Schmerz

oder das nächste Erreichen von Glück?

Und wann hast Du Schmerz und Glück am stärksten erlebt,

beim Erinnern oder beim Hoffen?

 

Viele Menschen lassen sich von der Vergangenheit bestimmen.

Weil ihr Lebensschiff in einen Sturm geraten war,

dümpeln sie jetzt lieber im seichten Küstengewässer.

 

Andere liegen bereits im sicheren Hafen,

polieren die Planken und lassen die Segel vergammeln.

Oder warten auf einen Steuermann für die Hafenrundfahrt.

 

Aber –

Schiffe werden nicht für Häfen gebaut !!!

Das Leben ist draußen – auf dem offenen Meer.

Gelebtes Leben

mit seiner ganzen, intensiven, einzigartigen Lebendigkeit,

gibt es nur mit Sturm und Stille, mit Schmerz und Glück.

 

Schmerz und Glück

sind weder beim Erinnern noch beim Hoffen am stärksten erlebbar

sondern in dem Augenblick, in dem sie geschehen.

 

Schmerz anzustreben – um sich intensiver zu erleben,

wäre wahnsinnig.

Schmerz im sicheren Hafen zu vermeiden,

hieße Rosten bis zur Verschrottung.

Glück zu erwarten hieße – wie der Lottospieler –

in Mangelgefühl und Unzufriedenheit zu kleben

und auf bessere Zeiten zu hoffen.

Glück im sichern Hafen zu vermeiden

ist eingebildete Zufriedenheit im halbtoten Dümpeln.

 

Was bleibt?

Es bleibt die gewaltige Fülle des Augenblicks

auf der Fahrt über das offene Meer.

In diesem Augenblick Deines Lebens

gibt es Schmerz und Glück,

Sturm und Stille.

 

Willst Du Dein wahres Selbst verwirklichen?

Dann lebe Dein augenblickliches Sein.

Mit allem, was dazu gehört.

Halte Deine Segel in den Wind.

Und lass Dich vom Wind führen.

Es ist Deine einzigartige Fahrrinne.

Nur darin bist Du bemerkenswert.

Und bedeutend.

Lausche auf Sturm und Wind,

sie spielen Deine Melodie.

Sing Deine Melodie.

Dann stimmen andere ein

zu einem zwei-, drei-, oder vielstimmigem Chor.

Da ist der Sturm verwandelt

in sanftes, unaussprechliches Säuseln.

Und die Segel sind erfüllt

vom Frieden glückseligen Gleitens.   

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