Segafredo

Segafredo

 

Endlich Urlaub.

Raus aus dem Trott.

Seele baumeln lassen.

Endlich Erholung für Beziehung und Familie.

Endlich ein wenig Zeit sich zu besinnen.

Für die Besinnung bieten sich fünf Fragen an:

1. Woher komme ich?

2. Wozu bin ich auf der Welt?

3. Wohin gehe ich?

4. Wann kommt der nächste Stau auf der A3

5. Warum müssen wir immer Pause machen, wenn DU es willst?

 

Dann streiten wir.

Und die Chance zum Streiten ist beim aufeinander bezogen sein

größer als daheim

(siehe auch Geburtstag, Weihnachten, Urlaub).

Wir streiten auch,

weil wir von mindestens drei Lügen tief überzeugt sind:

Streit bringt Klarheit.

Streit ist therapeutisch.

Streit ist unvermeidlich.

 

Und hier die Wahrheit über Streit:

Streiten ist Rechthaben wollen

und den anderen ins Unrecht setzen wollen.

Streiten ist beherrschen wollen

und Kontrolle haben wollen.

 

(Achtung: wenn Du jetzt widersprechen möchtest,

streitest Du, weil Du Recht haben willst, das ist Streiten).

 

Und hast Du schon entdeckt?

Du hast ein ganz erstaunlich individuelles Streitmuster,

ganz Dein eigenes:

einmal tust Du es laut, einmal brutal, einmal hinterfotzig,

einmal zurückgezogen, einmal beleidigt, einmal schweigend,

einmal demütigend, einmal entwürdigend

und einmal vollkommen ignorant.

 

Denkst Du noch immer, das sei unvermeidlich?

 

Doch, doch, es gibt einen Ausweg:

Zunächst einmal akzeptierst Du,

dass Du manchmal streitest,

weil Du unbedingt Recht haben willst.

Dann bist Du schon auf dem Heilsweg.

(das gilt übrigens für alle Knoten in Deinem Leben:

Akzeptanz entknotet).

Dann kommt Schritt 2:

Du erkennst, dass Du nicht streiten musst !

 

Dazu genügt es vollkommen,

sich in den anderen hinein zu versetzen.

Oder würdest Du zu Deinem Kind

auf der Rückbank Deines Autos sagen:

Nein, ich weiß, dass Du keinen Durst hast.

Nein, ich weiß, dass Du nicht pinkeln musst.

Nein, ich weiß, dass Dir nicht langweilig ist.

 

Quatsch. Selbstverständlich würdest Du fürsorglich sein!

 

Und genau so könntest Du auch mit Deinem Partner umgehen,

oder mit jedem anderen Beifahrer auch.

 

Der entscheidende Ausweg:

Du könntest kommunizieren, statt streiten.

Kommunikation heißt:

Vereinigung, Gemeinschaft, Mitteilen, Teilen.

 

Wusstest Du schon,

dass Kommunikation Vereinigung ist?

 

Kommunikation geschieht dann,

wenn beide wollen, dass beide zufrieden sind.

Alles andere ist Streit.

„Was könnten wir jetzt tun, das Dir gut tut

und gleich oder später auch mir gut tut?“

 

Was auch noch hilft:

Du stellst Dir vor,

Du seist mit Rechthaben wollen

und ins Unrecht setzen,

mit Beherrschung und Kontrolle,

mit Demütigung, Entwürdigung und Ignoranz

auf die Welt gekommen.

 

Da musst Du lachen, stimmt`s?

Und immer wenn Du lachst,

bist Du schon ein klein wenig erleuchtet.

Und ein klein wenig erleuchtet, genügt vollkommen.

 

Und dann könntest Du mitten im Stau auf der A3 sagen:

Ich habe noch so einen 70 Cent-Gutschein

vom letzten Pinkeln an der Raststätte.

Hättest Du auch Lust auf eine schöne Tasse heißen

Segafredo?

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