Erziehungskunst

Erziehungskunst

 

Kunst

ist ein durch Artikel 5 Absatz 3 des Grundgesetzes

geschütztes Grundrecht:

Kunst ist frei.

Kunst ist ein kreativer Prozess.

Sie dient durch Übung und Intuition der Erbauung.

 

Erziehung ist eine Kunst.

Ich kann sie ausstellen, anbieten, verschenken.

Und zwar bevor ich selbst sie verstanden habe,

sogar ohne sie selbst verstehen zu wollen.

 

Wie das?

Indem ich den Geist leere

und das Herz fülle.

 

Erziehungskunst

ist die Kunst der Beziehung,

der Zwischenraum zwischen dem Kind und mir.

Sie bedeutet,

nichts bewirken zu wollen und zu müssen,

nicht mehr unterscheiden zwischen richtig und falsch.

 

Damit belegt sie die Sinnlosigkeit

aller qualitätssichernder Programme.

 

Erziehungskunst ist eine Kunst.

Sie erstrahlt aus dem gefüllten Herzen

der eigenen Persönlichkeit

und der Gegenwärtigkeit reinen Daseins.

 

Erziehungskunst

braucht keine Formeln, Strukturen und Baupläne.

Sie will weder Roboter

noch geklonte Einheitsschafe.

Wenn sie überhaupt etwas will,

dann kreative Kunstwerke

aus der Fülle gefüllter Herzen.

 

Erziehungskunst ist die Kunst,

die Menschen aus dem Egoismus erlöst

mit eigenen Ansprüchen Ziele erreichen zu wollen.

 

Erziehungskünstler malen mit weichem Pinsel

und leuchtenden Farben auf das weiße Blatt

des Zwischenraums zwischen Menschen.

 

Erziehungskünstler sind einfach nur da.

Sie er – ziehen nicht.

Vielleicht begleiten sie.

Vor allem aber sind sie einfach „nur“ sie selbst.

Und sind einfach „nur“ Zeitgenossen.

 

Erziehungskunst ist die Schule der Erziehungskunst.

 

So entsteht Gemeinschaft.

Mehr nicht.

Dieses „mehr nicht“ ist viel mehr als genug.

 

In Gemeinschaft erleben und erfahren Menschen

Berühren und Berührtwerden

von Herz und Haut.

 

Sie erfahren, dass nichts gut werden muss,

weil alles gut ist.

 

Das Bild, das ich hingegeben betrachte,

der Tanz, den ich unbeobachtet tanze,

das Lied, das ich versunken summe,

die Natur, die ich leidenschaftlich genieße,

das gute Wort, das ich meditierend verinnerliche,

der Atem, den ich achtsam erfahre,

 

das alles erweckt in mir Dankbarkeit

für Teilhabe am lebendigen Leben.

 

Da fließen wie von alleine

Ströme lebendigen, durststillenden Wassers aus mir heraus.

 

Erziehungskunst ist

Dankbarkeit und lebendiges Wasser

zur Verfügung zu stellen.

 

So ist Erziehungskunst Heilkunst.

 

Und dies ist die Botschaft

meiner Heil- und Erziehungskunst:

 

Ich stelle MICH zur Verfügung.

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