Schuldlos

Schuldlos

Also gut, das wirst Du doch zugeben können:

Das wäre doch wunderbar,

wenn Du es jeden Tag spüren, wissen und erleben könntest,

welch ein großartiger, einzigartiger und wunderbarer

Mensch Du bist. Stimmt`s ?

Oder hast Du irgendeinen Gewinn davon

Dir selbst und Anderen zu glauben,

dass Du klein, dumm, lieblos und schuldig bist ?

Wie wär`s,

wenn Du nur mal für heute, diesen einen Satz,

zu dem sich die Heiligen Schriften verdichten,

glauben würdest: Du bist unschuldig.

Ja klar, manchmal bist Du verwirrt,

tust manchmal Dinge,

die Dir und dem Anderen weh tun,

aber: Du bist ohne Schuld.

Und der Andere auch.

Es ist nämlich wohl eher so:

Du tust Dir und dem Anderen deshalb weh,

weil Du denkst ! Du oder der Andere seien schuld, stimmt`s ?

Und dann gilt natürlich auch dies:

Solange Du denkst,

Du oder der Andere seien schuld,

wirst Du es wieder tun, das Wehtun.

Du denkst dann nämlich:

Jetzt hab ich genug gelitten an meiner Schuld

oder an der des Anderen,

jetzt bin ich mal wieder dran.

Und dann wirst Du es wieder tun, das Wehtun,

Dir und dem Anderen.

Eingebildete Schuld zwingt Dich offensichtlich,

das Wehtun zu wiederholen.

Und schon klingeln sie in meinen Ohren,

die Argumente von den Stamm- und Kaffeetischen:

Aber der Verbrecher muss doch bezahlen,

muss doch bestraft werden für seine Schuld,

es muss endlich Schluss sein,

mit dem Verständnisgesülze für Täter.

Nein, er muss nicht.

Wenn Schuldlosigkeit für Dich und mich gilt,

gilt sie auch für den Verbrecher.

Der Verbrecher muss weg gesperrt werden,

um die möglichen nächsten Opfer vor ihm zu beschützen.

Wenn wir ihn einsperren

UND

im Sinne der Heiligen Schriften

für unschuldig erklären,

wird er frei sein, sich neu zu besinnen.

Wenn wir ihn für schuldig erklären,

wird er es wieder tun (millionenfach bewiesen).

Wenn DU also Dich und einen Anderen

für schuldig erklärst,

werden Du und er es wieder tun.

Und wenn Du Dich und den Anderen

für unschuldig erklärst,

einsiehst, dass Ihr unschuldig SEID,

wirst Du wahre Klarheit erhalten für alles,

was zu tun und zu lassen ist.

Und wenn Du Dein Tun und Lassen

anschaust ohne Schuld,

wirst Du einfach nur die Verantwortung tragen wollen

für die Konsequenzen

aus Deinem Tun und Lassen.

Wenn Du Dich also in irgendwelchen Beziehungen befindest,

zu Eltern, Kindern, Kollegen, Freunden und Partnern,

die auf Schuld aufgebaut sind,

ist es besser, Du beendest sie.

Oder Du probierst in ihnen etwas Neues:

Du erkennst, dass das,

was Euch verbindet, nur zugedeckt ist,

von eingebildeter Schuld und Deiner Einbildung

über die Schuld des Anderen.

Dann nimmst Du sie einfach weg, die Einbildung

und stößt zu dem vor, was die Wahrheit ist:

Du und der Andere,

Ihr seid großartige, einzigartige und wunderbare Menschen,

deren Berufung und Bestimmung es ist,

anderen wohl zu tun.

Und dann wird man noch Jahrzehnte

nach Deinem Ableben sagen:

er/sie hat die Schuldlosigkeit geglaubt,

hat Verantwortung übernommen,

für sein/ihr Tun und Lassen,

hat Anderen wohl getan

und hat damit die Welt ein wenig schöner gemacht. 

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