Neujahrswünsche

Neujahrswünsche

Das wünsche ich Dir und mir für das neue Jahr:

 

Liebe und Arbeit.

Kampf und Kontemplation.

Geben und Nehmen.

Kommen und Gehen.

Pflicht und Kür.

Denken und Fühlen.

Tag und Nacht.

Bewahren und Verändern.

Für-Dich-Sein und Für-Jemand-Sein.

Kreuz und Auferstehung.

 

Fällt Dir auch etwas auf?

Das alles haben und sind wir bereits.

 

Jahrelang waren Bücher mit Titeln wie

„Bestellungen ans Universum“ o.ä., Bestseller.

Viele Menschen sind dadurch in tiefe depressive

Verstimmungen geraten,

weil es nicht geklappt hat.

 

Dahinter verbergen sich mindestens zwei Wahrheiten:

 

  1. 1.    Wir Menschen assoziieren unsere Wünsche mit

Erwartungen und Forderungen.

Aber all das, was wir unbedingt wollen,

bekommen wir nicht.

(siehe auch die guten Vorsätze für das neue Jahr).

 

  1. 2.    Alles, was wir uns wünschen,

kommt aus einem Gefühl des Mangels,

wir möchten etwas, das wir nicht haben.

Und so tragen wir Defizitorientierung vor uns her.

Und Unzufriedenheit.

 

Hilfreicher könnte doch sein,

nach hinten zu blicken und zu sagen:

all das Schöne, das war in 2013,

will ich bewahren.

Und all das weniger Schöne, will ich verändern.

Ich will Verantwortung übernahmen für mein Leben

und das anderer.

So könnte ich aus der Vergangenheit,

für die Zukunft lernen.

 

Aber – Du hast es längst bemerkt:

Klammheimlich haben sich auch hier wieder

Wünsche eingeschlichen.

Und sofort ist er wieder da,

der Blick auf das Fehlende.

 

Da bleibt wohl nur dies:

Wir schauen weder auf das was war,

noch auf das, was sein soll.

 

 

Wir schauen

an diesem Altjahrsabend auf das, was IST.

 

Unser ganzes Sein und Haben

ist von Liebe erfüllt.

Tief in uns drin tragen wir

unausrottbaren Frieden.

Geheizte Wohnung.

Duftender Kaffee.

Liebe Menschen.

Sogar das Geld langt.

Die Schmerzen sind erträglich.

Wir sind geborgen und getragen.

Wenn wir achtsam in uns hinein spüren,

ist da ein starkes Gefühl von Glücklichsein

und von glücklich machen wollen.

 

Und wenn wir genau hin schauen,

ist es grenzenlose Dankbarkeit,

die sich ausdehnen möchte.

 

Wozu vom hawaiianischen Strand träumen,

wenn unsere Seele

in der himmlischen Fruchtblase plätschert?

 

Und hier das Neujahrs-Geheimnis 2014:

So lange wir glauben, wir müssten nach „Hawaii“,

bekommen wir es nicht.

Aber wenn wir sehen, dass wir alles haben,

was wir brauchen, kommt „Hawaii“ noch hinzu.

 

Vielleicht ist der Vers im Neuen Testament

genau so zu verstehen:

Wer weiß, dass er viel hat,

dem wird viel hinzu gegeben,

wer glaubt, wenig zu haben,

dem wird das Wenige auch noch genommen.

 

Viele Dinge sind uns viel zu selbstverständlich

in unserer Umgebung des Wohlstandes.

Nur das eine nicht.

 

Und deswegen wünsche ich Dir und mir

für den Jahreswechsel und für 2014

von ganzem Herzen

Dankbarkeit.

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