Die Liebe

Die Liebe

Lass uns über die Liebe reden. Alle tun es.

Es gibt hunderttausende Erklärungsversuche, hier ist ein weiterer:

Erstens:

Falls Du ernsthaft glaubst, jemand bräuchte Deine Liebe,

Partner, Eltern, Kinder, Freunde – das musst Du nicht.

Alle diese Menschen tragen die Liebe Gottes in sich,

von Beginn an und für immer in sie eingepflanzt.

Das ist den Menschen manchmal nicht bewusst.

Der Verstand, der schlechte Erfahrungen aus der Vergangenheit

und Angst vor schlechten Erfahrungen in der Zukunft hat,

hat die Liebe, die da ist, zugedeckt.

Dann denkst Du manchmal,

Du müsstest diese Menschen heilen von ihren Ängsten,

sie erlösen von ihrer fehlenden Bewusstheit

für die Liebe, die sie in sich tragen.

Aber Du bist nicht ihr Heiler und Erlöser.

Zweitens:

Falls Du ernsthaft glaubst, Du bräuchtest jemandes Liebe,

die von Partnern, Eltern, Kindern, Freunden – das musst Du nicht.

Du trägst die Liebe Gottes in Dir,

von Beginn an und für immer in Dich eingepflanzt.

Das ist Dir manchmal nicht bewusst.

Dein Verstand, der schlechte Erfahrungen aus der Vergangenheit

und Angst vor schlechten Erfahrungen in der Zukunft hat,

hat die Liebe, die da ist, zugedeckt.

Dann denkst Du manchmal,

einer dieser Menschen müsste Dich heilen von Deinen Ängsten,

müsste Dich erlösen von Deiner fehlenden Bewusstheit

für die Liebe, die Du in Dir trägst.

Aber die anderen sind nicht Deine Heiler und Erlöser.

Wir reden viel über die Liebe.

Dann kommt sie aus dem Mund, der zum Kopf gehört,

ganz nahe beim Verstand.

Gut, dass das Herz keinen Mund und keine Ohren hat.

Oft, wenn wir „Ich liebe Dich“ sagen,

hat das mit Vergewisserung zu tun.

Wir hoffen dann auf so etwas wie „Ich Dich auch“.

Manchmal ist das Manipulation, Erpressung, Moraldruck oder Angst.

Das Herz braucht keinen Mund und keine Ohren.

Warum sagen Eltern fast nie zu ihren Kindern „Ich liebe Dich“?

Weil sie einfach da ist, die Liebe!

Herzen brauchen keine Münder und Ohren.

Und wenn Kinder zu ihren Eltern sagen „Ich liebe Dich“,

hat es oft mit der Angst zu tun, nicht genug geliebt zu werden.

Und das gilt auch für alle anderen Menschen.

Die Liebe muss nichts sagen und nichts hören,

nichts wünschen, nichts erwarten und nichts fordern.

Sie will einfach nur da sein dürfen.

Die Liebe ist wie der Schmetterling:

Da, wo es hell und warm ist, bleibt sie gern.

Einfach nur so.

Die Liebe hat mit Brauchen und Gebrauchtwerden nichts zu tun.

Da, wo es Brauchen und Gebrauchtwerden ist, ist es nicht Liebe.

Hier die gute Nachricht:

In dem Augenblick, in dem Dir bewusst wird,

dass Deine „Liebe“ mit Brauchen und Gebrauchtwerden zu tun hat,

wirst Du Dir Deiner selbst bewusst

und der Liebe, die Du in Dir trägst,

schon immer und für immer in Dich eingepflanzt.

In dem gleichen Augenblick

kannst Du Brauchen und Gebrauchtwerden sein lassen.

In dem gleichen Augenblick ist sie da, die Liebe.

Einfach so.

Sie wünscht nichts, erwartet nichts und fordert nichts.

Sie will einfach nur glücklich machen.

Das eigene Glück teilen. Will sich ausdehnen.

Wenn Du glücklich gemacht werden willst, ist es nicht Liebe.

Denn davon kannst Du nie genug bekommen.

Und dann wünschst Du wieder, erwartest und forderst.

Das macht den Schmerz des Mangels.

Und wenn es weh tut, ist es nicht Liebe.

Tatsächlich gibt es nur eins, was Dich zutiefst glücklich macht:

Glücklich machen.

Und siehe: Alles ist gut.

Darüber hinaus brauchst Du nichts.

Drittens: Anhang:

Es gibt noch den Sonderfall der Beziehungsliebe,

wenn zwei Menschen eine Verbindung eingehen.

Dabei musst Du mit Schmerzen rechnen. Garantiert.

Die beiden müssen miteinander und aneinander

das je eigene Wünschen, Erwarten und Fordern ausheilen.

Das kann sehr, sehr weh tun. Immer wieder.

Kann aber die Tür zur Liebe sein.

Und dann bleiben Funktion und Zweck der Beziehungsliebe:

Funktion der Beziehungsliebe:

Einander so glücklich zu machen,

dass die Liebe Gottes erfahrbar wird.

Zweck der Beziehungsliebe:

Gemeinsam andere so glücklich zu machen,

dass denen die Liebe Gottes erfahrbar wird.

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