Erfahrung

Erfahrung

 

Was ist das?

Ich glaube, wir verwechseln manchmal, gemachte Erfahrung

mit der neuen, im Jetzt erlebbaren Erfahrung.

Wenn wir uns die erlebbare Erfahrung

zu wenig gönnen,

beeinflusst die gemachte Erfahrung unser Leben so sehr,

dass es zu wenig Raum gibt

für die erlebbare Erfahrung.

 

Die gemachte Erfahrung ist Geschichte:

Ist Dein Geburtstrauma bewältigt?

Sind alle Zurückweisungen und Vernachlässigungen verarbeitet?

Sind alle Enttäuschungen

aus Deinen Erziehungen und Beziehungen durchtherapiert?

Ist all das, was Du bekamst und wurdest

zu ausbalancierter Identität gereift?

 

Alle Deine gemachten Erfahrungen

haben Dich zu dem werden lassen, der Du bist,

mit all den Überzeugungen, die Du jetzt hast.

Deswegen hältst Du Deine Geschichte für so sehr bedeutsam.

 

Je nachdem, wie lange Du gestillt wurdest,

sehnst Du Dich nach fürsorglichen Brüsten

oder empfindest Wohlbefinden,

wenn Du um fürsorgliche Brüste gebeten wirst.

 

Wozu brauchst Du die Bedeutsamkeit Deiner Geschichte?

Weil Du Dich dann im Recht fühlst,

dass es so kommen musste,

dass Du gar nicht anders werden konntest,

dass Du deswegen jetzt so oder so bist oder handelst.

Und weil Du Dich besser fühlst,

wenn Du damit im Recht bist

und andere ins Unrecht setzt.

 

All diese gemachten Erfahrungen

bestimmen den Stellenwert,

den Du erlebbaren Erfahrungen im Hier und Jetzt gibst.

 

Und doch bist Du mehr.

Viel mehr.

Unvergleichbar viel mehr,

als nur das Produkt gesammelter Erfahrungen.

 

Recht behalten wollen

und ins Unrecht setzen,

macht Dich zum Mittelpunkt DEINER Welt.

Das kann recht anstrengend sein.

 

In Wahrheit bist Du der Mittelpunkt DER Welt.

Das kann sehr entspannend und befriedigend sein.

 

Es könnte arrogant wirken,

wenn Du auf die Frage nach dem Mittelpunkt der Welt

ganz selbstverständlich antwortest:

ICH, wer denn sonst?

 

Im Mittelpunkt der Welt befindet sich Gott.

Und all die anderen Menschen,

die nahen, die fernen und die unbekannten.

Und alle Tiere und Pflanzen.

Und Du und Ich.

Verbunden mit allen und allem.

 

So gerinnt die vermeintliche Arroganz

zu Demut und Dankbarkeit.

 

Und so,

im Mittelpunkt der Welt,

hast Du die freie Verantwortung,

für den Einfluss all Deiner gesammelten Erfahrungen

auf Dein Leben im Hier und Jetzt.

 

Natürlich werden immer wieder Bilder auftauchen

von den gesammelten Erfahrungen.

Und natürlich werden diese Bilder

Gefühle auslösen.

 

Ein Gefühl aber

dauert in der Regel 30 Sekunden.

Und das gilt für alle Gefühle:

Zorn, Traurigkeit, Eifersucht, Rache, Angst,

Heiterkeit, Freude, Frieden oder Glück.

30 Sekunden.

 

DANN beschließt Dein Verstand,

das Gefühl zu bewahren

oder loszuwerden.

 

Mancher bewahrt sein unschönes Gefühl 25 Jahre…

 

Stattdessen könntest Du das aufkommende Gefühl

von Deinem Verstand abkoppeln

und es für 30 Sekunden

wahrnehmen, erlauben, annehmen, akzeptieren

und am Ende sogar lieben.

 

30 Sekunden lang.

Dann gleitest Du entspannt, dankbar und zufrieden

hinüber in das nächste Gefühl.

30 Sekunden lang.

 

Das ist gelebte Verantwortung

für das Loslassen gesammelter Erfahrungen

und das Öffnen für erlebbare Erfahrungen.

 

Diese Wahrnehmung von Verantwortung für Dein Leben

macht Dich so stark und selbstbewusst und zufrieden,

dass Du alle anderen damit ansteckst.

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