Vergleich

Vergleich

 

Deutschland – Ghana: 2 : 2

Ausgleich nach Ausgeglichenheit.

Beide Mannschaften gleich gut.

 

Der Mensch vergleicht gern.

Das ist vielleicht manchmal hilfreich.

Meistens nicht.

 

Wir vergleichen

Partner,

Kolleginnen,

Chefs,

Freunde,

Geschwister,

Länder,

Regierungen,

Religionen,

Tage,

Jahre,

Urlaube,

Kunstwerke,

Sonnenuntergänge,

Gedanken

Gefühle,

Düfte,

Überzeugungen

und vieles andere mehr.

 

Dabei benutzen wir häufig die Endung „er“

als Steigerungsform.

Dann ist etwas oder jemand

wichtiger, klüger, schöner, besser, liebevoller, etc.

 

Vielleicht hilft Vergleichen manchmal.

Meistens nicht.

 

Wenn etwas oder jemand jetzt

wichtiger, klüger, schöner, besser oder liebevoller ist,

wird der oder das in der Vergangenheit Erlebte abgewertet.

 

Und wenn der oder das Vorherige

wichtiger, klüger, schöner, besser oder liebevoller war,

wird der oder das Jetzige abgewertet.

 

Vielleicht müssen wir auch Mannschaften nicht vergleichen.

Ghana hat eine wunderbare Fußballmannschaft.

Deutschland auch.

Beide wollten an diesem Abend ein Tor mehr schießen.

 

Vielleicht sollten wir überhaupt nicht vergleichen.

Könnte doch sein,

dass das Vergleichen

sehr viel Leid in die Welt bringt:

der bessere Partner,

die bessere Religion,

die bessere Überzeugung.

 

Bei jedem Vergleich geschieht

Rechthaben,

Besserwissen,

Abwerten,

Urteilen,

Trennen statt verbinden.

 

Wenn mein Partner unabhängig ist von meinem Vergleich,

(mit einem anderen oder ihm selbst vor ein paar Jahren)

ist es mein Partner, mein geliebter Partner.

Und das wird sich auf mein Verhalten auswirken.

Und auf unsere Beziehung.

 

Wenn meine Religion nicht mehr die einzige und beste sein muss,

wird das weltweit Frieden stiften.

 

Wenn meine Überzeugung eine von vielen ist,

wird es Verbundenheit geben statt Trennung.

Da wird Frieden sein und Weite.

Da öffnen sich die Räume der Möglichkeiten.

 

Scheint so,

dass das Vergleichen viel Leid in die Welt bringt.

 

Ich verspreche,

dass ich nicht mehr vergleichen will.

Ich werde auch meine gehaltenen

und nicht gehaltenen Versprechen nicht vergleichen.

Das verspreche ich.

Und mein Versprechen ist unumstößlich.

Solange, bis ich es breche.

 

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