Tu was Du willst

Tu was Du willst

 

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“

 

Mit diesem oder ähnlichen Erziehungszielen oder Leitgedanken

sind wir erzogen worden und aufgewachsen.

 

Und irgendwie stimmt es ja wohl auch.

 

Was aber ist daraus geworden?

Anspruch, Anforderung, Stress und Druck.

Eben all das, mit dem eine Leistungsgesellschaft

am besten funktioniert.

 

All das, mit dem wir unseren Selbstwert und den anderer

definieren, auf- oder abwerten.

 

Fleißig sind wir geworden, pünktlich und zuverlässig,

liebevoll anpassungsfähig, treu und gehorsam.

Zielstrebig strebsam bleiben wir auf dem begonnenen Weg.

Wir halten durch und aus.

Wir pflegen unsere Beziehungen, unsere Talente,

unsere Werte und Überzeugungen.

 

Wir tun so viel Gutes,

dass man uns mit Recht für einen guten Menschen hält.

Manchmal verordnen wir uns sogar

ein kleines Geschenkpäckchen Heiterkeit,

Entspannung und Lebenslust

Und tun auch damit Gutes.

Dabei sammeln wir Kraft,

das Ausbrennen ein klein wenig hinaus zu zögern.

 

Was eigentlich geschieht da, bei all dem Guten?

Vielleicht dies:

Wir möchten so gern anerkannt und geliebt sein.

Möchten es so gern allen recht machen.

Werden dabei klammheimlich

immer perfektionistischer.

Wollen immer mehr Gutes tun,

weil wir insgeheim glauben,

doch nicht gut genug zu sein.

 

Solange, bis die Kraft weg ist.

 

Und stattdessen ?

 

Stattdessen könnten wir aufhören

immerfort nur Gutes zu tun,

Gutes tun zu wollen und zu müssen.

 

Endlich einsehen,

dass wir gut sind, so wie wir sind.

Mit Allem. Inklusive Allem.

 

Endlich zufrieden sein.

Zu – Frieden sein.

Alles ist gut.

 

Wir alle haben es mehrfach erlebt:

die Dinge entwickeln sich.

entwickeln sich zum Guten,

wenn wir sie nicht erzwingen wollen.

 

Alles, was wir loslassen,

wahrhaft loslassen,

lässt sich, geheimnisvoll geführt,

in Frieden bei uns nieder.

 

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ ???

 

Eher dies:

Am besten Du lässt es,

dann gibst Du Dein Bestes.

 

Nein, nein,

dies ist keine Einladung zu Ignoranz und Trägheit !!!

 

Es ist die wundersame Erfahrung,

die wir alle gemacht haben:

 

Im vertrauensvoll liebenden Nichtstun

ist alles Wesentliche getan.

setzen sich Wahrheit und Liebe durch.

Diese beiden,

die am liebsten dann erscheinen,

wenn sie nicht durch erzwungenes Gutsein

herbeigefordert werden.

 

Immer dann,

wenn wir den Raum erfüllt sein lassen

durch unser zufriedenes Nichtstun,

geschieht durch uns das Wesentliche,

das automatisch getan ist.

 

Und wenn Du gleich irgendetwas Gutes tun willst,

Dir oder jemand anderem, dann mach nur.

Du wirst damit keinen großen Schaden anrichten.

 

Tu was Du willst. Oder lass es.

Immer dann, wenn Dich das „Sowohl als auch“ berührt,

berührt Dich die Liebe.

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