Freude sein

Freude sein

 

Manchmal bin ich

traurig, enttäuscht, verärgert, verletzt, deprimiert, wütend

und viele andere negative Adjektive.

 

Dann fühle ich mich

unverstanden, unzufrieden, unglücklich, ungeliebt

und viele andere negative Adjektive.

 

Und je tiefer ich dem nachspüre,

desto schlimmer wird es:

Ich suhle mich im Leid.

Bin mal wieder das Opfer.

 

Und wenn ich es mir beim Suhlen so recht überlege,

ist das nicht nur der schwarze Schlamm von dem,

was ich gerade erlebe,

es ist auch der schwarze Schlamm von dem,

was ich kürzlich erleiden musste.

Dazu kommt noch der uralte schwarze Schlamm von damals:

das war doch schon immer so,

schon als kleines Kind war ich das Opfer,

in meiner ganzen armen, kleinen Hilflosigkeit.

Ich war und bin das Opfer. Immer schon.

 

Scheint, als bliebe nur dies:

ICH war es nicht. Ich bin nicht schuld.

Ich bin kein Opfer.

 

Rettung naht:

DU BIST SCHULD. DU warst es.

Oder die böse Welt.

Oder das böse Schicksal. Oder der strafende Gott.

 

Also werde ich zum Täter:

Ich weiß es besser und bin im Recht.

DU bist schuld.

 

Oder ich werde zum Retter:

Du und ich,

wir könnten doch unsere Vergangenheit therapieren,

Lebenshilfebücher lesen,

religiös werden,

uns beim Yoga anmelden,

Selbstverteidigungskurse besuchen,

Kommunikationstrainings absolvieren,

oder Gelassenheitsübungen machen.

(also ich meine bei allem: DU vor allem).

 

So weit also kann es kommen,

wenn wir weiterhin beharrlich nachhaltig daran glauben,

Opfer von jemandem oder von Umständen zu sein.

Scheint als bliebe nur Opfer, Täter oder Retter.

 

Wenn Du allerdings einmal nicht so sehr

nachdenkst, selbstreflektierst und Erkenntnisse ersehnst

stellst Du schnell fest:

tatsächlich interessiert sich niemand wirklich

für Deine Opferstories.

Die sind alle ein wenig genervt

von Deinem Gejammer.

Und fast noch mehr von Deinem

Tätersein und Rettersein.

Stimmt`s ?

 

Was könntest Du tun?

Du könntest in Erwägung ziehen,

dass Du Dein Opfer-, Täter- und Rettersein

SELBST verursachst.

Und mit Deinem Selbstmitleid, Deiner Rache

und Deinem Helfersyndrom aufhören.

 

Du könntest in Erwägung ziehen,

dass Du Zufriedenheit, Glück und Freude

weder erzwingen

noch bei jemand anderem einfordern kannst.

 

Warum?

Weil Du es BIST.

Du BIST

Zufriedenheit, Glück und Freude.

Trägst alle drei immer mit Dir und bei Dir.

Du BIST das alles. Immer schon.

Und bist damit vollkommen perfekt.

Inklusive all Deiner kleinen Unvollkommenheiten.

Deine vielen kleinen negativen Adjektive

gehören zu Deiner Vollkommenheit.

Behindern manchmal nur ein klein wenig

Dein Erleben und Ausdrücken von

Zufriedenheit, Glück und Freude.

 

Und weißt Du, was geschieht,

wenn Du aufhörst Dir oder anderen die Schuld zu geben

und Du erlebst,

wie sich Deine perfekte Vollkommenheit

in Freude ausdrückt?

Dann siehst, spürst und erlebst Du wie der,

dem Du eben noch die Schuld gegeben hast

für Dein Gejammer,

seine perfekte Vollkommenheit

(inklusive seiner liebenswerten Unvollkommenheiten)

in Freude ausdrückt.

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