Scheitern

Scheitern

 

Der Mensch muss sich Ziele setzen,

wenn das Leben gelingen soll.

Er muss wissen, wie Sinn verwirklicht werden kann.

Muss verstehen,

wie Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit gelingt

und wie Glück und Liebe gelebt wird.

 

Dabei muss er eine Balance finden

von Freundschaft und Selbstfreundschaft,

muss sich verstehen als ein Teil der Vielheit

von 350 Milliarden Kilogramm Menschen

und der unteilbaren Einzigartigkeit

unter den eigenen zwei Quadratmetern Haut.

 

Innerhalb des Rahmens von Erstrebenswertem,

darf der Mensch aber nicht die wichtigen Ziele

vernachlässigen:

Bewegen und gesund ernähren.

Körpergewicht halten oder reduzieren.

Fröhlich Überstunden machen.

Blumen mitbringen und Kuchen backen.

Freundlich sein, treu und zuverlässig.

Ehrlich sein bei der Steuererklärung.

Aufopferungsvoll lieben.

Und immer dankbar sein.

 

Wenn der Mensch all diese Dinge

als hilfreich, sinnstiftend und not-wendig erkennt,

gelangt er automatisch zur richtigen Reihenfolge

der Schritte 8, 6, 1 oder 7.

Dann wird er

 

versuchen, all das als wichtig Erkannte

zu praktizieren und zu realisieren

um sich

 

6 A.

immer weiter zu entwickeln,

in Allem immer besser werden zu wollen

und um immer mehr Menschen zu finden,

denen er es recht machen kann

 

um dann

 

 

6 B.

nicht mehr nur müssen zu sollen

sondern auch wollen zu müssen.

 

Dann wird der Mensch eines Tages

 

zufrieden die Augen schließen,

weil er endlich das hinreichend richtige System

für seine persönliche Lebenshilfe gefunden hat.

 

Und

 

beschließen,

nun auch im Sarg

die richtige Richtung einzuschlagen.

 

1A.

 

Da erwacht der Mensch aus seiner Illusion.

Er erkennt die Ohnmacht Gottes am Kreuz.

Und erblickt die sanfte Güte

von Abrahams Schoß.

Da sitzen sie alle,

die Mühseligen und Beladenen,

die Untreuen, die Halbherzigen und die Ausgebrannten,

die Süchtigen, die Armen und die Kranken,

die Huren, die Freier, die Gierigen und die Frommen,

die Überforderten, Hilflosen und Ohnmächtigen,

die Besserwisser und Rechthaber,

die Lügner, Betrüger, Fresser und Säufer.

 

Sie alle breiten die Arme aus

in der ewig-gegenwärtiger Ruhe des Friedens

und nehmen den Menschen auf,

ganz so, wie er ist.

 

Da umhüllt und erfüllt den Menschen

das Glück und der Sinn des Scheiterns

 

und er erkennt, dass

 

1 B.

sogar die Zielstrebigen

mit dem perfekten Lebenshilfeplan

eingeladen sind.

 

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