Je suis l`amour

Je suis l`amour

 

Heute Morgen habe ich mich gefragt,

welche wohl meine fünf stärksten Gefühle sind.

Vielleicht diese:

Angst, Wut, Traurigkeit, Scham und Schuld.

 

Oh, wie peinlich, dachte ich.

Freude, Frieden, Dankbarkeit, Glück und Zugehörigkeit

waren gar nicht dabei.

 

Und Liebe.

Wo ist eigentlich die Liebe ?

 

Ich schäme mich.

Sollte ich mich schämen?

 

Da drängt sich wieder ein „negatives“ Gefühl in den Vordergrund.

Ist es denn tatsächlich so,

dass sich negative Gefühle in den Vordergrund drängen ?

 

Muss ich mich schämen ?

Ich glaube nicht.

 

Ich glaube, es ist eine Frage von Haben oder Sein.

Oder vielleicht eine von Tun oder Lassen.

 

Tatsächlich HABE ich manchmal Gefühle von

Angst, Wut, Traurigkeit, Scham und Schuld.

Aber ich BIN das nicht.

 

Tatsächlich HABE ich manchmal Gefühle von

Freude, Frieden, Dankbarkeit, Glück und Zugehörigkeit.

Aber ich BIN das nicht.

 

Und ja, tatsächlich:

Ich mache mir und anderen Angst.

Ich mache mich und andere traurig und wütend.

Ich gebe mir und anderen die Schuld.

Ich bringe mir und anderen Freude, Frieden und Glück.

 

Aber:

Muss ich Liebe machen ?

Muss ich Liebe geben, bringen oder fordern ?

 

Nein ! Wie das ?

 

Die Liebe

ist die einzige unter den vielen,

die wir unbedingt direkt mit Gefühlen verbinden wollen.

 

Aber die Liebe ist die einzige,

die KEIN Gefühl ist.

Die Liebe ist eine Seinsweise.

Die einzige menschliche Seinsweise.

 

Da bleibt nur dies:

Ich, der Mensch, ich BIN die Liebe.

 

Jeder Mensch hat das schon erlebt:

Ich bin die Liebe.

 

Manchmal komme ich nicht dran,

weil sie ein wenig verdeckt ist,

von all den vielen Ich habe und Ich tue

(Angst, Wut, Glück und Freude).

Dann wird das Ich bin zugedeckt vom Ich habe und Ich tue.

 

Wenn Liebe

etwas zu tun hat mit Tun oder Haben,

dann hat sie mit Angst zu tun

(ein unmöglicher Widerspruch),

weil wir glauben, sie nicht zu haben oder zu wenig davon.

 

Dann müssen wir uns um sie bemühen,

viel Gutes tun, um sie zu finden

oder uns anstrengen, um sie zu behalten.

 

Dann suchen wir die Liebe

bei Eltern, Kindern oder Partnern,

in sozialen Berufen, Ehrenämtern oder Religionen.

Oder wir werden

Pädagogen, Politiker, Therapeuten, Islamisten, Karikaturisten

oder Gutmenschen.

 

Wir strengen uns an bis zur Erschöpfung,

bringen die Liebe, fordern sie

oder lassen für sie unser Leben.

 

All das nur,

weil wir die Liebe unbedingt

mit einem guten Gefühl verbinden wollen,

im Tun oder Bekommen oder Haben.

Und all das kommt von der Angst.

Die Angst, die ich manchmal HABE, aber nicht BIN.

 

Ich BIN die Liebe.

Je suis l`amour.

 

Wenn ich die Liebe, die ich bin

hin und wieder ein wenig durchstrahlen lasse,

spüren wir beide gemeinsam unsere Verbundenheit.

(und das darf sich ruhig auch ein wenig schön anfühlen).

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