endlich unendlich glücklich

endlich unendlich glücklich

 

Warum sind wir Menschen so oft so unglücklich?

Wahrscheinlich deswegen,

weil wir von Menschen und Dingen

glücklich gemacht werden wollen.

Und dabei so oft enttäuscht werden.

 

In Wahrheit gibt es nur einen einzigen Grund

auf dieser Welt zu sein,

der uns zutiefst berühren, erfüllen und bewegen kann:

glücklich zu machen.

 

In unserer unerträglich quälenden Sehnsucht danach

geliebt und glücklich gemacht zu werden,

nehmen wir uns einen Partner

in widerrechtlicher Besitznahme

um vollständig zu werden (bessere Hälfte),

um heil zu werden,

um Einsamkeit zu überwinden,

um alte Ängste aufzulösen,

um endlich Frieden zu finden.

 

Aber es gibt nur einen einzigen Grund für eine Beziehung:

Gebend zu lieben und glücklich zu machen.

 

Unsere von Egoismen pervertierte Konsumgesellschaft

gaukelt uns vor, wir bräuchten

Partner, Kinder, Freunde, Berufe,

Hobbies, Urlaube, Autos, Häuser, Kleidung, Schmuck,

Drogen, Wertpapiere und Bausparverträge,

um endlich glücklich gemacht zu werden

und um Angst und Einsamkeit aufzulösen.

 

Aber es gibt nur einen einzigen Grund,

in Liebesbeziehung zu sein,

Kinder in die Welt zu setzen,

Freundschaften zu pflegen

und Berufe auszuüben:

glücklich zu machen.

 

Unsere jeweils einmalige, einzigartige Bestimmung

hängt nicht ab von unserem Wesen,

unserem Charakter oder unserer Persönlichkeit.

Hängt nicht ab von unseren Talenten, Begabungen,

Fähigkeiten, Ausbildungen und Tätigkeiten.

 

Unsere jeweils einmalige und einzigartige Bestimmung,

vollkommen unabhängig von dem,

wer wir sind und was wir haben, tun oder lassen

ist die, glücklich zu machen.

Das Glück, den Frieden, die Liebe,

die wir in uns tragen, gebend zu teilen.

 

So weit so gut.

Was aber, wenn uns die Kraft ausgegangen ist,

wir unser Glück in uns nicht finden können,

um es gebend und liebend zu teilen?

Haben wir dann nicht das Recht,

geliebt, getröstet und glücklich gemacht zu werden?

 

Es sind diese schweren Zeiten im Leben,

in denen wir besonders die Partner

mit Erwartungen und Forderungen aussaugen wollen

und ihnen klammheimlich einen Deal vorschlagen:

wenn Du mich tröstest, tröste ich Dich.

Und dabei immer wieder bitter enttäuscht werden.

 

Wie aber kommen wir heraus,

aus dieser Depression quälender Bedürftigkeit?

Vielleicht so:

Wir wenden innerhalb einer Sekunde unseren Blick

weg von uns selbst und unserem Leid,

hin zu dem anderen und seinem Leid.

Und stellen fest:

Unser Unglücklichsein

kommt vom glücklich gemacht werden wollen.

Und unser Glücklichsein

kommt vom glücklich machen.

 

Es ist unsere einzigartige Bestimmung glücklich zu machen,

das gilt für Partner, Kinder, Freunde, Hobbies und Berufe.

Und es gilt auch für das Beten, das Meditieren

und das Blumengießen.

 

Wenn Du die Blume gießt,

damit sie für Dich blüht und duftet,

bleibt das schale Gefühl Deiner Selbstbefriedigung.

Wenn Du sie gießt,

um ihr zu ihrer Bestimmung zu verhelfen,

wird sie für Dich blühen und duften.

Die Blume fragt nicht nach dem Warum.

 

Wenn es Dir einen Tag lang gelingt,

Partner, Kinder, Freunde, Kollegen, Gott und die Blume

glücklich zu machen,

dann hast Du am Abend keine Einsamkeit, keine Angst

und keine Angst vor dem Tod.

Denn dann ist Dein Leben erfüllt.

 

Wenn Dein Leben am Abend des Tages

noch nicht erfüllt ist,

weil Du nicht alle Menschen glücklich gemacht hast,

machst Du einfach morgen damit weiter

andere Menschen glücklich zu machen.

 

Und wenn es Dir einigermaßen gelungen ist,

die Menschen, Tiere und Pflanzen,

die Dir an diesem Tag begegnet sind

glücklich zu machen,

beginnt morgen der zweite Tag Deines erfüllten Lebens.

Und dann bist Du endlich unendlich glücklich.

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