Freiheit wovon oder wozu

Freiheit wovon oder wozu

Wir alle wären so gerne frei.

Frei von Einsamkeit, Unsicherheit, Nutzlosigkeit und Hilflosigkeit,

frei von Unzulänglichkeit, Erschöpfung, Versagen, Streit und Enge,

frei von Schuld, Scham, Urteil, Angst und Tod.

Wir würden so gern Kapitän unseres Lebensschiffes sein

statt gefangener Galeerensträfling auf dem eigenen Boot.

Dafür gibt es mehr oder weniger gute

Affirmationskarten, Lebenshilfebücher und Therapeuten.

Sie alle wollen Dir zeigen,

wie Du auf den Weg der Freiheit gelangen kannst,

indem Du Dich mit der Vergangenheit versöhnst

und in der Zukunft Dinge sein lässt,

von denen Du Dich gefangen und abhängig glaubst

und neue Dinge probierst,

die Dich in der Zukunft freier fühlen lassen sollen.

Alle, die es gut mit Dir meinen,

beschreiben so oder ähnlich

Ausweg, Heilung, Versöhnung und Erlösung

in drei gut nachvollziehbaren, wertvollen Schritten:

Die Botschaft des Herzens

Die geerbten und gelernten Blockaden

Der Weg zur Freiheit

  1. Die Botschaft des Herzens

In Wahrheit weiß Dein Herz sehr genau, dass Du unschuldig bist.

Du kannst es nicht allen recht machen,

dem Partner, der Familie, dem Chef, den Kollegen,

der Regierung, dem Finanzamt, den Flüchtlingen,

Deinen Überzeugungen, Deinen Visionen, Deinem Körper.

Deswegen weißt Du auch,

dass Dein Nächster unschuldig ist,

er kann es Dir und sich auch nicht immer recht machen.

Insofern weiß Dein Herz,

dass Du niemandem für irgendetwas Vorwürfe machen musst.

  1. Die geerbten und gelernten Blockaden

Irgendjemand oder irgendetwas

hat Dich erzogen, gebildet und vollgestopft

mit Schuldgefühlen, Versagensängsten und Zwangsneurosen:

Du musst Dich anstrengen und Dir Mühe geben,

um wenigstens ein paar Deiner Unzulänglichkeiten

zu vertuschen oder zu kompensieren,

musst zumindest versuchen,

es möglichst vielen Menschen recht zu machen,

um Schuld, Scham, Urteil und Angst zu vermeiden.

  1. Der Weg zur Freiheit

Du könntest lernen, besser für Dich zu sorgen:

Überzeugungen überprüfen,

Zeit organisieren,

aus der Opferrolle aussteigen,

Wünsche, Ziele und Visionen initiieren,

Defizite ausgleichen und Kompetenzen einsetzen,

Überflüssiges meiden und Heilsames stärken,

gesünder ernähren und mehr bewegen,

Pflichten erfüllen oder reduzieren,

ungelöste Konflikte klären,

zuhören, lieben und auf Rechthaben verzichten,

Dich mit dem Tod versöhnen

und mehr Faltencremes benutzen.

Dann bist Du auf dem Weg zur Freiheit

und weißt irgendwann genau,

wem Du es wann und wie recht machen möchtest.

SPÜRST DU DEN DRUCK ?

Es klingt fast so,

als würdest Du versuchen einen großen Teufel

mit einem kleineren auszutreiben.

Die Perspektive, irgendwann endlich frei zu sein,

indem Du irgendwann endlich weißt,

was Du tun oder lassen sollst,

um irgendwann endlich zu wissen,

wann Du es wem und wie rechtmachen sollst,

ohne dabei Schuld, Scham oder Angst zu haben oder zu machen

macht gewaltig Druck,

weil Du dadurch zwar weißt wovon Du frei sein willst

(was ja auch schon ziemlich hilfreich ist),

aber noch immer nicht weißt: WOZU ?

Die drei oben beschriebenen

guten, sinnvollen und wertvollen Schritte

sind ganz offensichtlich nicht hinreichend

für Deine starke Sehnsucht nach Freiheit.

Ganz offensichtlich gibt es nur diese eine,

vollkommene und absolute Freiheit,

für die es sich zu leben lohnt:

Es ist die Freiheit für diesen Augenblick.

Dieser Augenblick ist JETZT.

Keine Botschaft, keine Blockade, kein Weg mit Ziel.

Keine Schuld, keine Scham, kein Urteil, keine Angst und kein Tod.

Alles, was Du jetzt hast oder bist, ist alles was Du jetzt brauchst.

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