Archive | August 2015

Überzeugung

Überzeugung

Heute Morgen hat mich eine einzelne Fliege

zum Jähzorn gebracht.

Ich war fest davon überzeugt,

dass sie den Tod verdient hat.

Und ich war fest davon überzeugt,

dass ich einen Platz auf dieser Welt verdient hätte,

an dem mich niemand zum Jähzorn bringen darf.

Nach vielen Therapiestunden

bin ich davon überzeugt,

dass ich ein Recht darauf habe geliebt zu werden,

von Freunden, Kollegen, Verwandten und Partnern.

Außerdem bin fest davon überzeugt,

dass eine bestimmte Anzahl von Flüchtlingen

unsere Unterstützung verdient haben.

Allerdings habe ich für den Fall,

dass es einmal drei Milliarden werden,

auch eine feste Überzeugung:

Flüchtlinge, die Todesangst haben,

sind einigermaßen willkommen.

Menschen, die Hunger und Durst haben

(Wirtschaftsflüchtlinge)

sollen sich zuhause ein bisschen mehr Mühe geben.

Menschen, denen von morgens bis abends

hunderte von Fliegen im Gesicht sitzen,

sollen sich in Gelassenheit üben

und sich dem Schicksal fügen, durch das sie

in dieses Land geboren wurden.

Besonders fest bin ich überzeugt davon,

dass Menschen, die mit Gewalt

gegen Flüchtlinge vorgehen,

verurteilt und eingesperrt werden müssen.

Ich gehöre nicht zu denen,

die keiner Fliege etwas zu Leide tun können.

Aber meine Zeitgenossin Sophia von heut Morgen,

hat mich immerhin Folgendes gelehrt:

Über – Zeugung

könnte das übermäßige Erzeugen von Gedanken sein,

im Sinne von Übereifer bei Überzeugung.

Gedanken,

mit denen ich Verantwortung übernehme sollte

für mein Wohlbefinden oder bei Missbefinden,

für das Wohlbefinden meiner Mitmenschen

oder bei deren Missbefinden.

Seit heute Morgen,

seit meiner Begegnung mit Sophia,

bin ich ein wenig verunsichert

mit meinen Überzeugungen.

Ich ahne,

dass ich viel Unheil damit angerichtet habe.

Vielleicht werde ich in der Zukunft weiterhin

Fliegen hinrichten, die mich zum Jähzorn treiben.

Kann aber auch sein,

dass mich ein Hauch von Dankbarkeit erschüttert,

wenn Sophia alleine kommt,

ohne ihre hundert Kolleginnen.

Selbstverständlich müssen wir

rechtsradikale Gewalttäter einsperren,

aber vielleicht finde ich Zugang zu der Liebe in mir,

die in den hassverzerrten Gesichtern

die tiefen Verletzungen und Wunden

fehlender Liebe und Geborgenheit erkennt

und die gleiche Sehnsucht nach Glück und Liebe,

die in die Gesichter von Flüchtlingen

geschrieben ist.

Selbstverständlich habe auch ich

ein Recht darauf geliebt zu werden.

Aber vielleicht finde ich Zugang zu der Liebe,

die ich in mir trage,

damit ich aufhören kann,

andere mit meiner Sehn-Sucht nach Liebe

zu tyrannisieren,

um mir von ihnen meine alten Wunden

fehlender Liebe heilen zu lassen.

Stattdessen könnte ich mir und allen anderen

dies unterstellen:

Immer dann, wenn ich aus Überzeugung

verurteile und angreife,

kämpfe ich mit meinen alten Wunden

und stoße in die alten Wunden anderer.

Und immer dann,

wenn ich in Worten, Gedanken oder Taten

andere Menschen annehme und umarme

(Freunde, Partner, Flüchtlinge und Gewalttäter),

bin ich in der Mitte meines Herzens,

da, wo die Liebe ist.

Kann gut sein,

dass die dann Zugang zu der Liebe finden,

die sie in sich tragen.

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Glückstänzer

Glückstänzer

In Deutschland gibt es ungefähr

40 Millionen Menschen,

die wöchentlich ein Glückspiel machen.

Jeder von ihnen hat eine Chance von

eins zu 40 Millionen.

Kann sein, dass morgen einer anruft

mit der großen Gewinnmeldung.

Dann kannst Du tanzen vor Glück.

Kann aber auch sein,

dass es einige hunderttausend Jahre dauert.

Das ist recht lang.

Dann bleibst Du eben arm und bedürftig.

Aber dann freu Dich wenigstens,

dass ein Teil Deines Beitrags

an die Sporthilfe ging.

In Deutschland gibt es ungefähr

40 Millionen Arbeitsplätze

für ungefähr 40 Millionen Erwerbstätige.

Kann sein, dass morgen der neue Chef

für Deinen Traumjob anruft.

Dann kannst Du tanzen vor Glück.

Kann aber auch sein,

dass Du der Letzte bist, den er anruft.

Wenn der Chef für Deinen Traumjob

täglich einen von den 40 Millionen anruft,

weil er ihn einstellen will

und Du der Letzte bist,

musst Du einhundertneuntausend-

fünfhundertachtundneunzig Jahre warten.

Das ist recht lang.

Bis dahin kannst Du ja hinklotzen

bis zum Ausbrennen.

Aber dann freu Dich wenigstens,

dass Du genug Geld

für Gas, Wasser und Strom hast.

In Deutschland gibt es ungefähr

40 Millionen Geschlechtspartner

(falls jeder zweite zur Verfügung steht).

Kann sein, dass morgen Dein Traumpartner

für die allerschönste Liebesbeziehung anruft.

Dann kannst Du tanzen vor Glück.

Kann aber auch sein,

dass Du erst einmal

40 Millionen Frösche küssen musst.

Wenn Du das täglich tust

und ein bisschen Pech hast,

musst Du einhundertneuntausend-

fünfhundertneunundachtzig Jahre warten.

Das ist recht lang.

Aber bis dahin kannst Du Dich ja

selbstverwirklichen,

die Nägel lackieren

oder den Porscheschlüssel

um den Finger kreisen lassen.

Dann freue Dich doch wenigstens,

dass Du gut aussiehst

und ein schönes Auto hast.

Ja, ja, sagst Du, das wusstest Du bereits,

dass das Glück nicht in der Zukunft liegt.

Was aber ist mit der Vergangenheit?

Die unzähligen Verletzungen,

die Du Dir selbst oder ein anderer Dir

als 10- , 30- , oder 50-jährige zugefügt und die Dir

tiefe Falten ins Gesicht getrieben haben?

Das Glück liegt auch nicht in der Vergangenheit,

auch dann nicht, wenn Du Dich nur

an die schönen Erinnerungen klammerst.

Aber ja, doch, es gibt einen besseren Weg:

Du könntest Dir selbst vergeben.

An all den Stellen in Deinem Leben,

an denen Du Dich geirrt hast.

Du konntest es nicht besser.

Und Du könntest denen vergeben,

die Dir wehgetan

und Falten hinterlassen haben.

Sie konnten es nicht besser.

Die hatten selbst zu kämpfen,

mit ihren vielen alten Verletzungen.

Das Vergeben ist viel mehr als eine Heilsalbe,

die nur an der Oberfläche wirkt.

Vergebung erfüllt Dein ganzes Herz

im selben Augenblick

mit Dankbarkeit und Glück.

Dann willst Du Dich gar nicht mehr

an all das Schöne erinnern,

um es wieder zu bekommen und fest zu halten.

Und willst Dein Glück gar nicht mehr

von der Zukunft erhoffen.

Vergebung lässt Dir eine derart große Riesenlast

von Deinen Schultern fallen,

da wirst Du ganz von selbst zum Glückstänzer.

Der Müsste-Schmerz

Der Müsste-Schmerz

Bisher dachte ich manchmal,

ich müsste/könnte/sollte an meinem Körper

irgendetwas verbessern

(Reduzierung/Straffung/Vermeidung),

um mich darin wohlfühlen zu können.

Das war der Schmerz des Mangels

des Haderns und der Unzufriedenheit.

Inzwischen bin ich dankbar,

dass genau dies mein Körper ist,

den ich selbst und viele andere

genau so lieben

und dass genau in diesem Körper das Herz schlägt,

das so viel Liebe in die Welt bringen möchte.

Bisher dachte ich manchmal,

ich müsste/könnte/sollte bei Arbeit und Beruf

irgendetwas verbessern

(Weiterbildung/Beförderung/Umschulung),

um damit mehr Geld und Befriedigung

verdienen zu können.

Das war der Schmerz des Mangels

des Haderns und der Unzufriedenheit.

Inzwischen bin ich dankbar,

dass ich mich genau da wo ich bin, berufen fühle,

mit meinen einzigartigen Kompetenzen

für anvertraute Menschen da zu sein.

Bisher dachte ich

in unterschiedlichen Lebensabschnitten,

ich müsste/könnte/sollte unbedingt

in partnerschaftlicher Liebesbeziehung sein.

Oder eben gerade mal lieber nicht.

(Einzahlen, Abheben, Abwarten).

Das war jeweils der Schmerz des Mangels,

des Haderns und der Unzufriedenheit.

Inzwischen bin dankbar,

genau das zu lieben, was gerade ist

und Einsamkeit genau so lieben zu dürfen,

wie Zweisamkeit.

(weil man den Himmel auf Erden

zwar besser zu zweit, aber auch allein betreten kann).

Bisher dachte ich manchmal,

ich müsste/könnte/sollte endlich einmal

den Traum vom Schöner Wohnen realisieren,

in dem Traumhaus an dem Traumort,

mit der Garantie

für anhaltende Glückseligkeit

(Kündigung/Verabschiedung/Neuorientierung).

Das war der Schmerz des Mangels,

des Haderns und der Unzufriedenheit.

Inzwischen bin ich dankbar,

genau da zu leben, wo ich lebe.

Und das meine Bestimmung mir

für die Arbeit und die Liebe

an genau diesem Ort Erfüllung schenkt

und zwar genau so lange, bis ich umziehe.

Bisher dachte ich manchmal,

ich müsste/könnte/sollte endlich einmal

mehr Vergnügen in meinem Leben zulassen

(shopping/diving/climbing),

um neue Kräfte zu sammeln für alte Pflichten.

Das war der Schmerz des Mangels,

des Haderns und der Unzufriedenheit.

Inzwischen bin ich dankbar,

dass mir Freude wichtiger ist, als Vergnügen

(das ich mir trotzdem manchmal gern erlaube),

dankbar, dass das Leben mich lebt

und der Atem mich atmet

und dass die kleine Meise sich immer wieder

neben mich setzt, um mein Brötchen

mit ihr zu teilen.

Bisher dachte ich manchmal,

ich müsste/könnte/sollte unbedingt intensiv

an mir arbeiten, um mich weiter zu entwickeln

(Selbstreflexion/Selbsterfahrung/Beziehungsarbeit),

müsste die Vergangenheit aufarbeiten,

um klare Ziele für die Zukunft haben zu können.

Das war der Schmerz des Mangels,

des Haderns und der Unzufriedenheit.

Inzwischen bin ich dankbar,

dass ich Hier und Jetzt genau so bin,

wie ich bin.

Dankbar, dass ich immer öfter dankbar sein kann

und dass ich immer öfter das lieben kann,

was gerade ist.

Dankbar,

dass meine liebende Präsenz im Augenblick

ein Präsent ist

für jeden, der mir begegnet.

Gutes tun

Gutes tun

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

Was mag sie wohl bedeuten,

diese edle Volksweisheit?

Geht es dabei um Ethik, um ein Lebenskonzept,

um Weltverbesserung, um Moral,

um das Realisieren von Werten und Normen,

um das Praktizieren von Grundbedürfnissen

und Grundbefindlichkeiten?

Um Frieden in der Welt?

Oder um Liebe?

Ich denke an Mütter

im Umgang mit ihren Kindern:

Ich kenne keine Mutter,

die gesagt, gedacht oder gefühlt haben würde:

Ich muss unbedingt mal etwas Gutes tun,

muss mal die Kinder füttern, trösten

und in den Schlaf wiegen.

Ich kenne keine Erzieherin,

die gesagt, gedacht oder gefühlt haben würde:

Ich muss unbedingt mal etwas Gutes tun,

muss mal singen, spielen, Freude machen,

begleiten und erziehen.

Als mein Enkel neulich minutenlang

auf mir herum getrampelt ist

und wir gequietscht haben vor Freude,

habe ich keine Sekunde lang gedacht:

ich muss mal etwas Gutes tun

und ihn glücklich machen.

Die Mütter vor allem, die Erzieherinnen und ich,

wenn wir einfach nur die Liebe sind, die wir sind

und ganz präsent im Augenblick

der fließenden Liebe,

dann haben wir keine Pläne, keine Konzepte,

keine Ethik, keine Moral

und wir wollen nicht Gutes tun, um Gutes zu tun.

In solchen Augenblicken

denken wir nicht an eigene Vorerfahrungen,

eigene Zurückweisungen, eigene Ängste.

Dann wollen wir es nicht besser machen,

als wir selbst es oft erlebt haben.

Wir wollen nicht Gutes tun,

um Gutes zu tun.

Die, die den Fluss der Liebe planen und machen wollen,

sind oft die, die Liebe bekommen wollen,

die sich danach sehnen, geliebt zu werden,

weil sie denken, sie hätten da ein Defizit,

das ausgeglichen werden müsste.

Im Extremfall denken Menschen,

sie könnten Liebe gar nicht mehr geben und empfangen,

weil sie irrtümlich glauben, Liebe nicht verdient zu haben.

Solche Menschen kleben dann an ihrem Schmerz.

Aber wir müssen davon ausgehen,

dass irgendetwas,

das mit Beziehung oder Beruf zu tun hat,

und weh tut,

mit Liebe nichts zu tun hat.

Es sind unsere Gedanken

über uns selbst oder den anderen

in Beziehung oder Beruf, die wehtun.

Das ist nicht die Liebe.

Die Liebe tut nicht weh.

Immer wenn wir denken,

dass unsere Partner, unsere Eltern oder unsere Kinder

anders sein sollten, als sie sind,

immer dann, wenn wir das denken,

ist es nicht Liebe.

Die Liebe,

die wir unter unseren Gedanken sind,

ist die Liebe,

die den anderen genauso liebt, wie er ist.

Unser wahres Wesen,

das, das wir unter unseren Gedanken, Gefühlen,

Erfahrungen, Hoffnungen und Befürchtungen sind,

das ist die Liebe.

Immer wenn wir denken,

jemand sollte uns Gutes tun und uns lieben,

immer dann tut es weh.

Und immer dann, wenn wir realisieren,

dass wir die Liebe sind,

die sich überall hin ausdehnen will,

werden Tausende Schlange stehen,

um in unserer Nähe zu sein.

Mit einem aber fühlst Du Dich nie mehr allein:

Du hörst auf Gutes zu tun, um Liebe zu sein.

Zweibeiner

Zweibeiner

Bei Janosch gibt es bei zwei Figuren den folgenden Dialog:

„Ich habe ein Bein verloren“.

„Was beschwerst Du Dich, Du hast ja noch ein zweites“.

Auf den ersten Blick sind wir aufgebracht und empört

über einen derartigen Zynismus.

Kurz darauf werden wir erinnert

an den Schmerz unserer eigenen Verluste:

ein geliebter Mensch ist gestorben,

eine Freundschaft ist zerbrochen,

ein Arbeitsplatz ist weggefallen,

eine Heimat ging verloren,

ein Partner hat sich getrennt.

Voller Schmerz, Leid und Verzweiflung

bricht uns das Herz.

Zunächst versuchen wir den unerträglichen Verlust

zu leugnen oder von ihm abzulenken.

Wir bekommen Angst vor falschem Trost,

wechseln zwischen blinder Wut und tiefer Traurigkeit.

Bis hin zur Konfrontation mit der grausamen Realität:

Ja, das Verlorene ist tatsächlich weg.

Wir schauen neben uns, vor uns, hinter uns,

über uns und unter uns.

Es ist tatsächlich weg.

Das Verlorene gehört zu unserer Vergangenheit,

einer Zeit, die es nicht mehr gibt.

So wie der Einbeinige Phantomschmerz erlebt

in dem verlorenen Bein,

quält uns der Schmerz der Lücke,

die der Verlust hinterlassen hat.

In diesem Augenblick aber,

in dem wir nicht mehr weglaufen,

sondern uns der grausamen Realität des Verlustes stellen,

entsteht der Raum für diese Einsicht:

Der Schmerz kommt auch vom

Wiederhabenwollen, oder vom

krampfhaften Loslassenwollen.

Das unbedingte Wiederhabenwollen

und das unbedingte Loslassenwollen,

die wir in unserer Verzweiflung beide bekämpfen,

binden uns noch stärker an den Schmerz des Verlustes.

An dieser Stelle wird uns ein Durchbruch geschenkt:

Wir akzeptieren unser Wiederhabenwollen.

Wir akzeptieren unser Loslassenwollen.

Wir akzeptieren den Verlust.

Da geschieht dann das Wunder:

wir erleben und erfahren eine tiefe Verbundenheit

mit all dem, das wir mit dem Verlorenen

erlebt und erfahren haben.

Da gab es schöne und schwere Stunden,

die uns nichts und niemand nehmen kann.

Das Schwere hat uns stark gemacht.

Und das Schöne schön.

Es ist das Wunder der Verwandlung:

aus Trauer, Einsamkeit und Angst,

wachsen Dankbarkeit, Verbundenheit und Liebe.

Es ist der Raum der Leere neben uns und um uns,

den wir mit unserer eigenen Fülle füllen.

Der Fülle des Friedens aus der Mitte unserer Herzen.

Es ist der Raum unserer eigenen Fülle,

die uns unwiderstehlich attraktiv macht für alle,

die aus ihrer Fülle leben.

Es ist der Raum, in dem wir nicht mehr

die Leere anderer füllen wollen

und nicht mehr die eigene Leere

von anderen gefüllt bekommen wollen.

Es ist der Raum, in dem zwei Menschen,

die aus ihrer eigenen Fülle

in der Mitte ihrer Herzen leben,

sich zusammen tun

(den Himmel kann man nur zu zweit betreten).

Diese beiden verbreiten eine solch

überwältigend unwiderstehliche Atmosphäre

der Lieblichkeit und des Friedens,

dass andere nicht anders können,

als sich hinzu zu gesellen.

Solche Dreibeiner

laufen auf ihren selbst geschnitzten Krücken

beschwingter und erlöster, als Millionen Zweibeiner,

die auf High Heels humpelnd durch die Zeit hetzen.

Ich wünsche uns nicht, dass wir ein Bein verlieren.

Aber eine der selbst geschnitzten Krücken

könnte die Vergebung sein,

mit der wir dem vermeintlich Schuldigen

an unserem Verlust, vergeben.

Und dabei erleben,

dass wir längst schon wieder auf zwei Beinen gehen.