Wer bin ich?

Wer bin ich ?

 

Wer bin ich eigentlich?

Bin ich meine unterschiedlichen Rollen?

Bin ich Leib, Seele und Geist?

Bin ich Produkt meiner Erfahrungen und Erkenntnisse?

Bin ich meine Gedanken und Gefühle?

Bin ich meine guten und schlechten Erinnerungen

an die Vergangenheit?

Bin ich meine Hoffnungen und Befürchtungen

für die Zukunft?

Bin ich der, dessen Gegenwart so sehr

von der Vergangenheit bestimmt ist,

dass dadurch die Zukunft geprägt wird?

Wer bin ich?

 

Ich bin der, der schlecht gelaunt Auto fährt (Gegenwart),

weil er keinen Parkplatz finden wird (Zukunft),

da er dort meistens keinen gefunden hat (Vergangenheit).

 

Ich bin der,

der bei der Arbeit ungerecht behandelt wird (Gegenwart),

und der deswegen verzweifeln und ausbrennen wird (Zukunft),

weil alle Kollegen immer nur an sich denken (Vergangenheit).

 

Ich bin der, der sich als nicht liebenswert fühlt (Gegenwart),

und wahrscheinlich wieder abgelehnt werden wird (Zukunft),

weil er das schon mehrfach erlebt hat (Vergangenheit).

 

Ich bin also der,

der kein Glück, keinen Sinn und keine Erfüllung findet,

weder beim Parken, noch bei der Arbeit, erstrecht nicht in der Liebe.

 

Der einzige Trost der mir bleibt ist der,

dass ich nichts dafür kann.

Etwas oder Jemand ist schuld,

die Situation, die Umstände, die Bedingungen,

die anderen, eine Person, die Menschen,

das Schicksal oder die Höhere Macht.

 

Keine rosigen Aussichten: Ich bin der schuldlose Verlierer.

 

Was tun?

Wie komme ich raus aus dem Teufelskreis?

Es muss einen besseren Weg geben!

 

Vielleicht so:

Ich verändere die andere Person oder die Situation.

Das ist aber nicht so ganz leicht.

 

Oder ich verlasse die andere Person oder die Situation.

Das ist schon etwas leichter.

 

Oder ich flüchte in Sucht und Depression.

Das ist noch leichter.

 

Ich bin aber nicht ganz sicher,

ob ich mit einer dieser Optionen

Glück, Sinn und Erfüllung finde.

 

Es muss einen besseren Weg geben.

 

Vielleicht so:

ich atme dreimal tief ein und aus und spüre, dass ich lebe.

 

Währenddessen stelle ich fest:

Ich BIN gar nicht die Angst.

Ich BIN nicht das Opfer.

Ich BIN nicht die Hoffnungslosigkeit.

 

Die Wahrheit, die vielleicht heilt, ist die:

Ich HABE Angst,

ich denke und fühle Opfersein und Hoffnungslosigkeit,

aber ich BIN das nicht.

 

In demselben Augenblick

bin ich in der Gegenwart angekommen,

die unabhängig ist von Vergangenheit und Zukunft.

Ich übernehme wieder Verantwortung für mein Leben,

für Glück, Sinn und Erfüllung.

 

Als Beobachter und Zeuge meiner selbst,

schaue ich mir sie an,

meine Angst -, Opfer – und Hoffnungslosigkeitsgefühle.

 

Kann gut sein,

dass das etwas weh tut,

für einen Moment vielleicht sogar stärker wird.

 

Aber dann,

während des Atmens,

und des Beobachtens meiner selbst,

geschieht das Wunder der Akzeptanz,

die die Wirklichkeit nicht mehr bekämpft.

 

Da öffnet sich ein neuer, besserer Weg:

Ich bin, der ich bin,

inklusive dem, das ich habe und nicht habe.

 

Und ich habe die wunderbare Freiheit,

für alles was ich bin und habe,

die Verantwortung so zu tragen,

dass ich Glück, Sinn und Erfüllung erfahre.

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